Experten warnen: Schalte den Wasserkocher nie ein zweites Mal ein

Wer macht das nicht: den Wasserkocher bis zum Anschlag füllen, einschalten und eine Tasse Tee trinken. Nach einer halben Stunde möchtest du noch eine Tasse Tee trinken und da noch genug Wasser im Kessel ist, schaltest du ihn einfach wieder ein. Daran scheint nicht viel falsch zu sein – denn hey, es geht schnell und du verschwendest kein Wasser. Aber so harmlos ist es nicht. Experten sagen sogar, dass du das niemals tun solltest.

Schädliche Substanzen
Wenn du Wasser immer wieder aufkochst, werden Stoffe freigesetzt, die schädlich sind – und die du einnimmst. Bei den freigesetzten Stoffen handelt es sich um Arsen, Nitrate und Fluorid, die bei wiederholtem Gebrauch gesundheitsgefährdend sind. Jedes Mal, wenn du das Wasser erneut aufkochst, werden diese Stoffe immer stärker konzentriert. Obwohl gesunde Mineralien in abgekochtem Wasser erhalten bleiben, können sie immer gefährlicher werden, wenn du das Wasser mehrmals abkochst. Die Kalziumsalze, die sich im Wasser sammeln und die du trinkst, können Gallen- und Nierensteine verursachen. Deshalb ist es besser, den Wasserkocher wirklich Tasse für Tasse zu füllen, damit du gerade genug kochst und so wenig wie möglich wegwirfst.

Dreckiger Geschmack
Es gibt noch einen weiteren Grund: Durch das erneute Aufkochen des Wassers wird der Geschmack des Wassers beeinträchtigt. Das liegt daran, dass sie alle Säuren und Stickstoffe aus dem Wasser entfernt, wodurch es schmutzig und geschmacklos wird. Und das ist eine Verschwendung deines köstlichen Tees, nicht wahr?

Kalkablagerung im Wasserkocher
Ein weiterer Nachteil eines elektrischen Wasserkochers ist der Kalk, der zurückbleibt. Kalk sorgt dafür, dass das Heizelement das Wasser nicht richtig erreichen kann und es deshalb länger dauert, bis sich das Wasser im Wasserkocher erhitzt. Es besteht auch die Möglichkeit, dass Kalkstücke ins Wasser gelangen – und damit in deine Tasse Tee. Zum Glück ist Kalk nicht schädlich für deinen Körper, wohl aber für deine Haushaltsgeräte. Wenn der Kalk zu lange im Wasser bleibt, kann er deinen Wasserkocher ruinieren. Versuche, deinen Wasserkocher ab und zu zu entkalken.

Entkalken eines Wasserkochers
Es gibt viele fertige Entkalkungsmittel für Wasserkocher, aber du kannst dich auch für etwas Natürliches entscheiden, wie Zitronensaft oder Essig. Es ist nicht nur viel billiger, sondern auch sicher und umweltfreundlich! So geht’s:

  • Entkalkung mit Essig:
  • Gieße einen guten Schuss Essig in deinen Kessel und lass ihn etwa zwei Stunden lang einweichen. Dadurch wird der Kalk von den Wänden gelöst; Essig ist sauer und Säure frisst Kalk. Gib dann Wasser zum Essig und setze den Kessel auf. Lass diese Mischung ein paar Mal aufkochen. Spüle gründlich nach, bringe extra sauberes Wasser noch einmal zum Kochen – und dein Wasserkocher sieht wieder aus wie neu.

  • Entkalkung mit Zitronensaft:
  • Du hast keine Lust auf einen stechenden Essiggeruch im Haus? Zitronen machen deinen Wasserkocher nicht nur kalkfrei, sie hinterlassen auch einen herrlich frischen Duft! Drücke zuerst den Saft von zwei Zitronen aus und entferne die Kerne. Dann gieße den Saft in den Kessel, fülle ihn mit Wasser auf und schalte ihn ein. Wenn es fertig ist, kannst du die Zitronenmischung einfach im Waschbecken herunterspülen. Wenn du keinen Hauch von Zitrone in deinem Tee magst, spüle den Wasserkocher noch einmal aus.